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Knorpelschäden und Verschleiß (Arthrose) im Sprunggelenk

Diagnostik und Therapie

Am gesunden Sprunggelenk ist der Knochen im Gelenkbereich durchgehend von Knorpel überzogen, der für eine reibungslose Beweglichkeit sorgt. Unterschieden wird zwischen dem lokalen Knorpelschaden am Sprunggelenk, wovon meist jüngere Menschen betroffen sind, und einem generellen Gelenkverschleiß (Arthrose), der eine Erkrankung der zweiten Lebenshälfte darstellt. Lokale Knorpelschäden sind häufig die Folge von Durchblutungsstörungen, Entwicklungsstörungen im Gelenk oder einem Unfall durch Umknicken oder Ausrutschen.

Diagnostik

Anhand von Röntgenaufnahmen des Sprunggelenks und ggfs. auch des Fußes im Stand kann eine Analyse Ihrer Knochen und Ihrer Gelenkstellungen unter Belastung gemacht werden. I.d.R. ist eine Kernspintomographie und gelegentlich auch eine Computertomographie nötig, um das Ausmaß der Knorpelschäden bzw. die genaue Lokalisation, die Durchblutung des umgebenden Gewebes oder sogar größere Knochenschäden festzustellen.

Therapie

Bei Arthrose im Sprunggelenk können eine Einlagenversorgung, Abrollhilfen oder orthopädisches Schuhwerk zur Schmerzlinderung beitragen. Physiotherapie, physikalische Anwendungen und Schmerzmedikamente, die oral eingenommen werden oder auch in das Gelenk gespritzt werden, können den Zeitpunkt bis zu einer OP hinauszögern. Nicht alle Schäden müssen sofort operativ versorgt werden. Je nach Lokalisation und Schweregrad des Schadens reicht zunächst auch das Modifizieren der sportlichen Aktivitäten und das Beobachten der weiteren Entwicklung aus.

Sind die konservativen Methoden ausgeschöpft, kommt einer operative Therapie in Frage. Hierzu zählen die folgenden Maßnahmen:

  • Entfernung loser Knorpelteile

    Kleinere Knorpelverletzungen können i.d.R. in einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) versorgt werden. Der darunterliegende Knochen wird ggfs. im Anschluss angebohrt, sodass sich in der Defektzone ein Ersatzknorpel bilden kann.

  • Einbau von Membranen zur Knorpel-Neubildung

    Größere Knorpeldefekte werden heute überwiegend durch spezielle Hightech-Membranen behandelt. Diese durchlässigen Häutchen fördern und unterstützen die Neubildung von Ersatzgewebe im Gelenk. Bei der Operation werden der geschädigte Knorpel entfernt, die Ränder geglättet und der Knochen angefrischt. Anschließend werden der Defekt mit Knochensubstanz gefüllt und die Hightech-Membran darübergelegt.

  • Gelenkersatz: das künstliche Sprunggelenk

    Ähnlich wie beim Knie- und Hüftgelenk können wir das obere Sprunggelenk auch künstlich ersetzen. Auf diese Weise bleibt die Beweglichkeit im Sprunggelenk erhalten. Selbst nach zehn Jahren sind zwischen 85 und 90 Prozent der eingesetzten Prothesen noch intakt. Falls sich das künstliche Sprunggelenk doch lockern sollte, können wir es durch ein neues ersetzen (Wechseloperation) oder in einer OP versteifen.

  • Versteifung des Sprunggelenks (Arthrodese)

    Wenn der Verschleiß so weit fortgeschritten ist, dass alle genannten Verfahren nicht mehr in Frage kommen, können wir Ihr Sprunggelenk versteifen. Dazu entfernen wir den zerstörten Knorpel aus Ihrem Gelenk und verschrauben das Sprungbein fest mit dem Schienbein. Nach acht bis zwölf Wochen sind beide Knochen stabil zusammengewachsen und Sie können Ihren Fuß wieder nahezu unbegrenzt belasten.