Häufige Fragen rund um die Geburt

Wir geben Antwort

Sie haben Fragen rund um Ihre Geburt? Vielleicht finden Sie hier schon einige Antworten. Gerne können Sie uns Ihre Fragen auch per E-Mail senden – wir antworten Ihnen so schnell wie möglich.

  • Muss ich mit einem Dammschnitt rechnen?

    Nein. Grundsätzlich halten und schützen die Hebammen den Damm. Unter der Geburt kann es jedoch zu Geburtsverletzungen (Dammrissen) kommen. Ein eventuell durchgeführter Dammschnitt (Episiotomie) wird nur bei medizinischer Notwendigkeit durchgeführt. So kann zum Beispiel bei einer kindlichen Gefahrensituation mit schlechten Herztönen ein Dammschnitt zur rascheren Beendigung der Geburt beitragen.

    Der Dammschnitt als solcher wird während einer aktiven Wehe durchgeführt und wird in der Regel wenig verspürt. Die anschließende Naht wird nach Geburt der Plazenta (Mutterkuchen) in Lokalanästhesie durchgeführt.

  • Mein Kind liegt in Beckenendlage, was kann ich tun?

    Zunächst raten wir zu einem abwartenden Verhalten, da sich ein Großteil der Beckenendlagenkinder im Verlauf der Schwangerschaft noch in eine Schädellage dreht. Ab der 32. Schwangerschaftswoche können Sie unterstützende Maßnahmen, z. B. durch Moxibustion (Maßnahme aus der traditionell chinesischen Medizin mit Beifußkraut) und die "Indische Brücke" durchführen. Dies wird durch Ihren Frauenarzt und durch Ihre betreuende Hebamme, die Sie auch in der Schwangerschaft kontaktieren können, erklärt und durchgeführt. 

    Liegt in der 36. Schwangerschaftswoche nach wie vor eine Beckenendlage vor, sollten Sie einen Termin zur Geburtsplanung vereinbaren. Hier können wir die Möglichkeiten der Entbindung (Spontanpartus vs. primärer Kaiserschnitt) besprechen oder klären, ob z.B. eine äußere Wendung bei Ihnen möglich ist.

  • Ab welchem Wehenrhythmus soll ich mich ins Krankenhaus begeben?

    Gerade beim ersten Kind können bereits ganz am Anfang der Geburt die Wehen recht häufig sein (alle 5 Minuten). Jedoch sind diese in der Intensität eher schwächer. Häufig werden diese verspürt als ein Ziehen im Unterbauch, ähnlich den Menstruationsschmerzen. Dies sind die ersten Anzeichen, dass es langsam losgeht. Diese Phase nennt man auch Latenzphase.

    Entscheidend für Ihren Entschluss in die Klinik zu kommen ist Ihr subjektives Empfinden. Sie haben selbst das Gefühl, dass sich in der Intensität der Wehen eine Dynamik entwickelt (Sie müssen z.B. die Wehen veratmen).

  • Welche Möglichkeiten der Schmerzlinderung bestehen?

    Wir bieten ein breites Spektrum an analgetischen / schmerzlindernden Maßnahmen an. Diese sind zum Teil abhängig von der Geburtsphase, in der Sie sich befinden und reichen von Entspannungsbad, Aromatherapie, Homöopathie und Akupunktur über krampflösende Zäpfchen, Schmerzinfusionen und Lachgas bis hin zur rückenmarksnahen Anästhesie.

  • Was ist eine CSE?

    CSE ist die Abkürzung für die kombinierte spinal-epidurale Anästhesie und ist eine Form der rückenmarksnahen Anästhesie, die Frauen unter der Geburt eine rasche Schmerzerleichterung bei gleichzeitig erhaltener Mobilität ermöglicht. Circa ein Drittel aller Frauen unter der Entbindung wünschen eine CSE, in einigen Fällen ist eine CSE aus medizinischer Indikation angeraten (z. B. bei protrahierter Muttermundseröffnung oder sehr straffen Beckenboden- und/oder Muttermundsverhältnissen).

  • Muss ich die Kosten für eine nachsorgende Hebamme selber tragen?

    Nein, die Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme wird durch die Krankenkasse finanziert. Ferner kann bereits in der Schwangerschaft die Schwangerenvorsorge nach Absprache mit dem Frauenarzt durch die Hebamme durchgeführt werden. Auch diese Kosten werden von der Krankenkasse getragen.

  • Wie wird mein Baby nach der Geburt versorgt?

    Nach einer normalen Geburt wird Ihr Kind in den ersten 1-2 Lebensstunden nackt bei Ihnen auf dem Bauch verbringen (Bonding). Es wird lediglich mit warmen Tüchern abgedeckt. Erst im weiteren Verlauf wird das Neugeborene gewogen, gemessen und gewickelt und die U1 (erste Vorsorgeuntersuchung für das Kind) durchgeführt.

    Auf der Wochenstation können die weiteren Vorsorgeuntersuchungen (U2, Hörscreening) und, wenn medizinisch notwendig, ein Hüftultraschall durchgeführt werden.

  • Was ist, wenn mein Baby krank wird oder ist?

    Neben den regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, die unsere Kinderärztin durchführt, ist das Team der Universitäts-Kinderklinik Köln in 24-stündiger Rufbereitschaft, Ihr Kind zu beurteilen und gegebenenfalls auch in der Kinderklinik zu versorgen. Bei der harmlosen Neugeborenen-Gelbsucht kann eine notwendige Fototherapie rund um die Uhr in unserer Abteilung stattfinden.

  • Dürfen mich mehrere Personen zur Geburt begleiten?

    Es ist sehr sinnvoll, dass Sie von einer vertrauten Person zur Geburt begleitet werden. Sie können maximal zwei Begleitpersonen mitbringen. Ein gut eingespieltes kleines Team, das Ihre Vertrauensperson einschließt, ist von unschätzbarem Vorteil.

  • Wie lange dauert in der Regel ein stationärer Aufenthalt?

    Handelt es sich um eine komplikationslose Geburt, entscheiden die Frauen selbst, wann sie nach Hause gehen möchten. 

    In der Regel bleiben die Mütter 3-5 Tage und nehmen die Möglichkeit der Vorsorgeuntersuchung beim Kind (U2) in Anspruch.

  • Kann ich nach der Geburt nach Hause gehen?

    Ist die Geburt komplikationslos verlaufen und sind Mutter und Kind wohlauf, können Sie nach 4 Stunden nach Hause entlassen werden. 
    Für den Fall einer kurzstationären Entbindung empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld die Ansprechpartner, wie Hebamme und Kinderarzt, geklärt zu haben.

  • Wann und wie oft wird ein Kaiserschnitt durchgeführt?

    In ca. 29% aller Geburten wird in unserer Abteilung ein Kaiserschnitt durchgeführt. Die Hälfte dieser Kaiserschnitte sind primär geplante Kaiserschnittentbindungen, so z.B. bei einer Beckenendlage, bei Risikoschwangerschaften, die eine natürliche Geburt unmöglich machen, bei mütterlichen Beckenanomalien etc. In einigen Fällen entscheiden sich die Frauen auch ohne medizinische Notwendigkeit für einen sog. Wunsch-Kaiserschnitt.

    Die andere Hälfte dieser Kaiserschnitte wird sekundär durchgeführt. Hier können z. B. ein Geburtsstillstand, eine kindliche Gefahrensituation oder andere Ursachen Grund dafür sein, die normale Geburt abzubrechen und dann einen Kaiserschnitt durchzuführen. Dieser kann in der Regel auch in einer rückenmarksnahen Betäubung vorgenommen werden. In ganz seltenen Fällen ist ein sog. Not-Kaiserschnitt indiziert, der in akuten Gefahren-Situationen eine sofortige Entbindung Ihres Kindes innerhalb weniger Minuten ermöglicht. Der Operationssaal für den Not-Kaiserschnitt ist dem Kreißsaal direkt angegliedert.

  • Wer ist alles bei der Geburt anwesend?

    Es ist üblich, dass neben Ihrer Vertrauensperson eine Hebamme und ein Arzt/Ärztin Sie durch die Geburt begleiten.