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Krankenhaus der Augustinerinnen – Severinsklösterchen
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Bänderriss/-Dehnung am Sprunggelenk und Distorsion

Diagnostik und Therapie

In 85 Prozent aller Fälle entsteht ein Bänderriss am Sprunggelenk durch das Umknicken beim Auftreten. Es kommt zu einem plötzlich einschießenden Schmerz, zu einer Schwellung und meistens auch zu einem Bluterguss. Eine Vollbelastung des Fußes ist aufgrund der Schmerzen kaum noch möglich. Manchmal kann es auch zu einem Gefühl der Instabilität kommen. Zusätzlich dazu kann es bei derartigen Unfällen zu Knochenbrüchen oder Verletzungen des Gelenkknorpels kommen. Sehnen können ebenfalls verletzt werden.

Diagnostik

Die Anamnese und genaue Untersuchung sind sehr wichtig, um aufgrund des Unfallmechanismus auf Verletzungen schließen zu können. Eine Röntgenuntersuchung führen wir durch, um knöcherne Verletzungen auszuschließen. Die Knochenstellung kann z.B. auf Verletzungen nicht-knöcherner Gelenkanteile hinweisen. Manchmal ist auch eine Magnetresonanztomografie (MRT) sinnvoll. Damit lassen sich insbesondere Weichteil- und Knorpelverletzungen gut darstellen.

Therapie

Zuerst stabilisieren wir Ihr Gelenk über mindestens sechs Wochen in einer Sprunggelenkschiene (Orthese). Wenn Sie wenig oder keine Schmerzen haben, können Sie Ihren Fuß damit sogar voll belasten. Durch die Sprunggelenkschiene wird ein erneutes Umknicken vermieden und Ihre verletzten Bandanteile können stabil ausheilen.

Wenn trotz intensiver konservativer Therapie eine Instabilität des Sprunggelenks zurückbleibt, könnte das Außenband nicht stabil genug verheilt sein. In diesen Fällen sollte das obere Sprunggelenk durch eine Operation stabilisiert werden. Je nach Verletzungsmuster gibt es unterschiedliche operative bzw. arthroskopische Verfahren:

  • Bandnaht/-rekonstruktion/-refixation
  • Periostlappenplastik
  • Freie Sehnentransplantate