Nicht-invasive Beatmung

Bei Erschöpfung der Atemmuskulatur

Bei fortgeschrittenen Lungenerkrankungen wie der chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) oder einem sogenannten Obesitas-Hypoventilationssyndrom, aber auch bei neuromuskulären Erkrankungen wie der Amyotrophen Lateralsklerose oder Muskeldystrophien und bei ausgeprägten Deformierungen der Wirbelsäule und des Brustkorbes kann es zu einer Erschöpfung der Atemmuskulatur kommen. Die Betroffenen können dann nicht mehr genügend Sauerstoff in die Lunge einatmen und ihr Kohlendioxid nicht mehr effektiv abatmen. Dies führt zu einem gestörten Nachtschlaf, zu morgendlichen Kopfschmerzen, zu einer zunehmenden Tagesmüdigkeit bis hin zum Koma. Auch eine Herzschwäche kann resultieren.

Beatmung über eine Maske mit angeschlossenem Beatmungsgerät

Die Erschöpfung der Atemmuskulatur kann effektiv mit einer sogenannten nicht-invasiven Beatmung therapiert werden. Dies bedeutet, dass die Betroffenen vorzugsweise in der Nacht, manchmal auch am Tage, über eine Maske mit angeschlossenem Beatmungsgerät beatmet werden. So kann sich die Atemmuskulatur wieder erholen und für eine ausreichende Atmung sorgen.

Im Krankenhaus der Augustinerinnen können wir überprüfen, ob eine solche Erschöpfung der Atemmuskulatur vorliegt und dann eine entsprechende Therapie mit einem Beatmungsgerät einleiten. Hierzu ist in der Regel ein kurzer stationärer Aufenthalt erforderlich, währenddessen die Patienten an die Maske und das Gerät gewöhnt und in der Bedienung und Handhabung durch kompetente Mitarbeiter angeleitet werden.

 

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