Interventionelle Gefäßbehandlung

Behandlung bei Gefäßverkalkungen


Gefäßeröffnend: Gefäßverkalkungen sind eine Volkskrankheit die überwiegend durch Nikotin verursacht wird. Kommt es zur relevanten Einengung einer Arterie führt dies zu einer Minderversorgung und Schmerzen.

Angiographische Verfahren erlauben es Engstellen einer Arterie mit einem Ballonkatheter aufzudehnen und ggf. mit einer Metallhülse (Stent) zu schienen. So kann wieder genug Blut und Sauerstoff zum Beispiel in den Unterschenkel fließen. Diese Methode eignet sich hervorragend für kürzere Prozesse. Langstreckige Gefäßverschlüsse müssen allerdings auch weiterhin mit einem Bypass operiert werden.

Gefäßverschließend: Ziel gefäßverschließender Maßnahmen (Embolisation) ist es mit kleinsten Partikeln den Blutstrom zu unterbinden. Ganz offensichtlich gilt das für Blutungen. Dieses Verfahren erlaubt es aber auch gutartige und bösartige Prozesse über das Gefäßsystem zu behandeln. Seit einigen Jahren besteht ein Schwerpunkt in der Behandlung von Lebertumoren (TACE – transarterielle Chemoembolisation). Nicht operable Lebertumoren werden mit Chemotherapeutika und Partikeln versorgt, so dass sehr hohe Konzentrationen der Medikamente im Tumor erzielt werden und gleichzeitig der Tumor kein Sauerstoff mehr zur Verfügung hat.

Als Alternative zur operativen Therapie hat sich in den letzten Jahren die Embolisation von Uterus myomen etabliert. Bestimmen Ausprägungen dieser häufigen, gynäkologischen Erkrankung können mit Partikeln minimal invasiv behandelt werden.

Venöse Interventionen: Wie im arteriellen Gefäßsystem können auch im venösen Gefäßsystem Pathologien behandelt werden. Neben dem Verschluß von erweiterten, varikösen Gefäße lassen sich z.B. tumorbedingte Einschnürungen mit einer Gefäßprothese (Stent) auf dehnen. Die spielt insbesondere bei ausgedehnten Lungentumoren, die die obere Hohlwende bedrängen eine große Rolle. Darüber hinaus können Fehlfunktionen von zentralvenösen Kathtersystemen über die Gefäßstrombahn behoben werden (stripping).

 

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