Experte für High-End-Chirurgie ist neuer Chefarzt im Cellitinnen-Severinsklösterchen und im Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis

Nach fast 20 Jahren ist Prof. Dr. Dr. h.c. Tobias Beckurts in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden. Er hat die Allgemein- und Viszeralchirurgie am Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen über viele Jahre maßgeblich geprägt und weiterentwickelt; zuletzt leitete er zusätzlich die chirurgische Klinik am Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis. Zum 1. Januar 2026 hat Prof. Dr. Georg Lurje die Nachfolge angetreten und die standortübergreifende Leitung der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie an beiden Cellitinnen-Krankenhäusern übernommen.

Portrait Prof. Dr. Georg Lurje

Ausgewiesener Experte für Krebserkrankungen der Bauchorgane
Der Lebenslauf des neuen Chefarztes beeindruckt: Nach dem Medizinstudium in Köln, dem chirurgischen Ausbildungsstart an einer universitären Klink und ärztlichen Tätigkeiten im In- und Ausland folgten Führungspositionen, unter anderem an der Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie zuletzt am Universitätsklinikum Heidelberg. Neben breiter klinischer Erfahrung und bringt Lurje auch Expertise aus Wissenschaft und Lehre mit. Der fachliche Schwerpunkt des neuen Chefarztes liegt in der viszeralonkologischen Chirurgie, insbesondere in der operativen Behandlung von Tumorerkrankungen des Darms, der Leber und der Bauchspeicheldrüse. Als Operateur am größten Pankreaszentrum Deutschlands verfügt er in diesem komplexen Bereich über ebenso große Erfahrung wie in der Darm- und Leberchirurgie. Für seine Arbeiten in der Chirurgie wurde Prof. Lurje mit dem von-Langenbeck-Preis ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.
„Die Fußstapfen, die Prof. Dr. Dr. hc. Beckurts hinterlässt, sind groß“, sagt Dr. Volker Seifarth, einer der beiden Geschäftsführer der Augustinerinnen Krankenhäuser gGmbH. „Ich bin aber sehr sicher, dass wir mit Herrn Prof. Dr. Lurje einen ausgesprochen versierten und menschlich bereichernden Nachfolger gewinnen konnten. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit.“ 

Eine Klinik mit zwei Standorten und den Schwerpunkten Tumorerkrankungen und endokrine Chirurgie
Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie ist standortübergreifend geführt: Allgemein-, Viszeral- und Tumorchirurgie im Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und im Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis sind eine Klinik mit einem Chefarzt, gemeinsamen Team und mit klar definierten inhaltlichen Profilen: 
Am Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen liegt der Schwerpunkt auf der onkologischen Viszeralchirurgie, eingebettet in das Viszeralmedizinische Tumorzentrum. Hier werden insbesondere komplexe Tumorerkrankungen des Darms, der Bauchspeicheldrüse und der Leber operativ und interdisziplinär behandelt.
Am Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis werden die bestehenden Schwerpunkte in der endokrinen Chirurgie (Schild- und Nebenschilddrüsenerkrankungen) sowie der Proktologie weiterentwickelt. 
Die Verzahnung beider Standorte wird weiter ausgebaut: mit einer gemeinsamen klinischen Struktur, abgestimmten Behandlungspfaden und klaren Zuständigkeiten.

High-End-Medizin mit persönlicher Zuwendung
Als Experte für die viszerale Chirurgie verfügt Prof. Dr. Georg Lurje über große Erfahrung in allen gängigen und modernen Operationsverfahren seines Fachgebiets – auch in komplexen Bereichen. Bei allen Möglichkeiten der High-End-Medizin ist ihm der persönliche Kontakt zu seinen Patienten und ihren Angehörigen genauso wichtig. „Deswegen habe ich mich bewusst für das Severinsklösterchen und das St. Hildegardis entschieden. Beide sind Krankenhäuser, die Spitzenmedizin leisten und dabei trotzdem persönlich bleiben.“ Die neue Aufgabe an diesen zwei leistungsstarken, klar profilierten Krankenhäusern versteht er als bewusste Entscheidung für eine moderne, hochspezialisierte Viszeralonkologie, in der medizinische Exzellenz, der gezielte Einsatz innovativer Verfahren - einschließlich der robotisch assistierten Chirurgie - und eine Medizin nahe am Menschen zusammengeführt werden. Dabei stets im Mittelpunkt steht der Patient. 

Zur Person
Für Prof. Dr. Georg Lurje und seine Familie war seine neue Position auch mit einem Umzug nach Köln verbunden. „Es ist schön, wieder hier zu sein“, sagt der gebürtige Niederrheiner, der Köln aus seiner Studienzeit kennt und stets Kontakt zu seiner „Heimat im Herzen“ gehalten hat. Während seiner Zeit in den USA, Großbritannien, Berlin und Heidelberg ist er stets FC-Mitglied geblieben, in seiner alten und neuen Heimat hat er bereits viele Kontakte zu anderen Medizinern. Für Lurje schließt sich also in der Domstadt ein Kreis – so wie für seinen Vorgänger Beckurts, der fast 20 Jahre lang die Chirurgie im Severinsklösterchen zu dem entwickelt hat, was sie heute ist. Und der als Oberarzt seinem heutigen Nachfolger bei seinen ersten Operationen assistierte.