Interventionelle Gefäßradiologie

Leistungsspektrum von Dipl.-Med. Bärbel Brehsan

Die Fachpraxis für Interventionelle Gefäßradiologie unter der Leitung von Diplom-Medizinerin Bärbel Brehsan umfasst ein vielfältiges Angebot an Diagnostik- und Therapiemaßnahmen im Bereich der Gefäßradiologie, über die Sie sich im Folgenden informieren können.

Kontrastmittelgestützte Darstellung von Arterien - Digitale Subtraktions-Angiografie (DSA)

Mit Hilfe dieses Untersuchungsverfahrens werden Blutgefäße (zumeist Schlagadern) im Bereich des gesamten Körpers dargestellt. In der Regel wird dem Patienten hierfür in der Ellenbeuge des rechten Arms eine Kunststoffkanüle in eine Vene gelegt. Hierüber injizieren wir mit einer automatischen Hochdruckspritze mehrmals Kontrastmittel und fertigen gleichzeitig digitale Bilder der betreffenden Körperregion an. Durch das schnelle Einspritzen des Kontrastmittels verspürt der Patient ein stärkeres Wärmegefühl im ganzen Körper, welches jedoch schnell wieder nachlässt. Nach einer kurzen Überwachungszeit wird die Kunststoffkanüle wieder entfernt und der Patient kann die Praxis verlassen.

Alternativ besteht die Möglichkeit, das Kontrastmittel direkt in die Arterien zu spritzen. Hierzu können Arterien verschiedener Körperbereiche – in der Regel Arterien der Leistenbeugen oder der Arme – punktiert und ein Katheter in die Schlagader eingeführt werden. Über diesen Katheter wird das Kontrastmittel anschließend direkt in die arterielle Strombahn eingebracht. Bei diesem Vorgehen überwachen wir den Patienten im Nachgang der Untersuchung für mehrere Stunden in unserer Praxis. Es ist nötig, dass der Patient von einer Begleitperson abholt und bis zum nächsten Morgen betreut wird.

Diese Untersuchung findet Anwendung bei:

  • Diagnostik von arteriellen Durchblutungsstörungen
  • Diagnostik von arteriellen und venösen Thrombosen
  • Diagnostik von Gefäßmissbildungen
  • Gefäßdarstellung bei Ballonkatheter-Behandlungen und Stent-Einlagen
     

Phlebografie

Mithilfe dieses Verfahrens werden Venen in verschiedenen Bereichen des Körpers – am häufigsten im Bereich der Arme und Beine – untersucht. Dazu legen wir am Vorderfuß oder Handrücken einen Zugang in eine oberflächliche Vene und spritzen mehrfach Kontrastmittel ein. Hierdurch können wir anschließend feststellen, ob sich in diesen Blutgefäßen „Verstopfungen“ befinden – also ob eine Thrombose oder ein Zustand nach abgelaufener Thrombose vorliegt.
 

Ballonkatheterdehnung in Schlagadern - Perkutane Transluminale Angioplastie (PTA)

Bei der Diagnose „Arterielle Durchblutungsstörung“ können Gefäß-Engstellungen oder -Verschlüsse mittels Ballonkatheter beseitigt und der Blutfluss wieder normalisiert werden.
Hierzu wird die Leistenarterie nach örtlicher Betäubung in der Leiste mit einer Nadel punktiert, ein Ballonkatheter eingeführt und in dem engen oder verschlossenen Gefäßbereich platziert. Anschließend wir der Ballon mit einem Gemisch aus Kochsalz und Kontrastmittel gefüllt und das Gefäß somit gedehnt. Sollte diese Dehnung nicht ausreichend sein, um einen normalen Blutfluss herzustellen, kann die Möglichkeit der Stent-Einlage nötig sein. Ein Stent ist eine Gitterhülse, welche der inneren Gefäßwand angelegt wird und das Gefäß somit dauerhaft offenhalten soll.

Nach der Entfernung des Instrumentariums überwachen wir den Patienten für mehrere Stunden. Es ist nötig, dass der Patient von einer Begleitperson abholt und bis zum nächsten Morgen betreut wird.

Etwa eine Woche vor dem OP-Termin nehmen wir ein detailliertes Aufklärungsgespräch und eine Befundbesprechung vor. Die Blutentnahme vor der Operation erfolgt in der Praxis des überweisenden Arztes oder beim Hausarzt.