Wirbelsäule

Behandlung von Brüchen und Verletzungen der Wirbelsäule

Die meisten Wirbelsäulenverletzungen in Deutschland betreffen den Abschnitt der Brust- und Lendenwirbelsäule. Ähnlich wie bei Beckenverletzungen erleiden jüngere Menschen meist im Rahmen eines Hochrasanz-Traumas Wirbelbrüche, während bei älteren Patienten aufgrund einer Osteoporose auch einfache Stürze ausreichen, um Verletzungen der Wirbelsäule hervorzurufen.

Symptome eines Wirbelbruchs

Bestehen nach einem Sturz oder Unfall mit entsprechender Rasanz Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, sollte man immer mit einer Verletzung rechnen. Werden im Anschluss daran Nervenausfälle oder gar Lähmungen beklagt, ist eine unmittelbare ärztliche Vorstellung aufgrund der möglichen Rückenmarkschädigung dringend notwendig.

Bei Osteoporose kann es auch ohne ein adäquates Geschehen zum Bruch eines oder mehrerer Wirbel und damit zu erheblichen Schmerzen kommen. Häufig berichten Patienten über plötzlich auftretende Schmerzen beim Husten oder bei Rumpfbeugung oder Drehung sowie über Verhebe-Verletzungen. Bis zu zwei Drittel der osteoporotischen Brüche bleiben klinisch unbemerkt.

Behandlung von Wirbelbrüchen

In unserer Klinik werden Wirbelsäulenverletzungen sowohl konservativ als auch operativ behandelt. Hierfür arbeiten wir eng mit entsprechend spezialisierten Zentren zusammen. Durch diese Kooperation wird die optimale Versorgung der Patienten ermöglicht. Die meisten Rückenbeschwerden können ohne eine Operation behandelt werden mithilfe von Schmerzmittel, Mobilisation, Rückenschule, Krankengymnastik und physikalischen Anwendungen behandelt werden. Schlagen diese konservativen Maßnahmen nicht an, kann ein Eingriff notwendig sein, um die Lebensqualität der Betroffenen wieder herzustellen.

Bei osteoporotischen Wirbelbrüchen ermöglicht ein kleiner operativer Eingriff eine deutliche Schmerzreduktion. Hierbei wird der gebrochene Wirbelkörper minimal-invasiv über zwei kleine Hautschnitte mit Hilfe eines Ballons aufgerichtet und dann mit Zement stabilisiert (Kyphoplastie). Die meisten Patienten berichten unmittelbar nach der Operation über eine Besserung der Beschwerden. Bereits am OP-Tag können Sie wieder aufstehen, sodass eine Rehabilitation im Anschluss an einen solchen Eingriff nicht zwingend notwendig ist.